CBCT (Cone Beam CT)
CBCT (Cone Beam Computed Tomography) ist eine spezialisierte dreidimensionale Röntgenuntersuchung für die Darstellung von Kopf-, Gesichts- und Mundbereich. Im Gegensatz zum klassischen CT-Scanner verwendet er einen kegelartigen Strahl, was die Strahlendosis bei gleichzeitig sehr hoher Auflösung erheblich reduziert.
Wie funktioniert CBCT?
Das Gerät erfasst das Gewebevolumen während einer einzigen Rotation um den Patienten. Die Software setzt anschließend aus Hunderten von Teilaufnahmen ein komplexes 3D-Modell zusammen, das in allen Ebenen (axial, koronar, sagittal) oder als 3D-Rendering betrachtet werden kann. Die gesamte Aufnahme dauert nur 10–20 Sekunden.
Verwendung in der Kieferorthopädie und Parodontologie
In der Kieferorthopädie wird CBCT zur präzisen Bestimmung der Position impaktierter Zähne, zur Diagnostik der Kiefergelenke (TMJ) und zur Planung komplexer Fälle verwendet. In der Implantologie ist es unerlässlich zur Bestimmung der Knochenmenge und -qualität an der geplanten Implantationsstelle.
Strahlendosis vs. konventionelles CT
CBCT liefert eine deutlich geringere Strahlendosis als ein klassischer medizinischer CT-Scanner (etwa 10–15× weniger). Die durchschnittliche effektive Dosis beträgt 50–150 μSv, vergleichbar mit 1–3 Wochen natürlicher Hintergrundstrahlung. Es wird nur in Fällen indiziert, in denen 2D-Aufnahmen nicht ausreichen.
Unterschied zwischen OPG und CBCT
OPG ist ein 2D-Panoramabildaufnahme, geeignet für die erste Diagnostik – günstig, schnell und mit geringer Strahlendosis. CBCT liefert 3D-Daten für Implantologie, impaktierte Zähne und komplexe Fälle. Die Wahl hängt von der klinischen Indikation und dem Prinzip der minimal notwendigen Dosis ab.