OPG (Orthopantomogramm)

OPG (Orthopantomogramm) ist eine Panoramaröntgenaufnahme, die das gesamte Gebìss, beide Kiefer, Kiefergelenke, die Anlagen der Weisheitszähne und die umliegenden Knochenstrukturen auf einem Bild erfasst. Es ist die grundlegende bildgebende Untersuchung in der modernen Zahnmedizin und Kieferorthopädie.

Wie funktioniert OPG?

Die Röntgenröhre und der Detektor bewegen sich während der Aufnahme synchronisiert um den Patienten. Diese Technik erzeugt ein scharfes zweidimensionales Bild, während Strukturen außerhalb der Schärfenebene unscharf werden. Das Ergebnis ist eine übersichtliche Panoramaaufnahme des gesamten maxillofazialen Bereichs.

Wofür wird OPG verwendet?

OPG dient als grundlegende Eingangsdiagnostik bei der kieferorthopädischen Untersuchung, der Planung von Extraktionen oder Implantaten, der Beurteilung des Gebìssstatus bei Kindern sowie der Aufdeckung verborgener Entzündungen oder Zysten. Kieferorthopäden nutzen es zur Bestimmung von Anzahl, Position und Entwicklungsstand aller Zähne einschließlich der Zahnkeime.

Strahlendosis und Sicherheit

Die Strahlendosis bei einer OPG-Aufnahme ist sehr gering – sie entspricht etwa einem Tag natürlicher Hintergrundstrahlung. Moderne digitale OPG-Geräte haben die Dosis im Vergleich zu alten analogen Systemen um bis zu 80 % reduziert. Für Schwangere wird eine Schutzschürze verwendet.

Unterschied zwischen OPG und CBCT

OPG liefert ein übersichtliches 2D-Bild – ideal für die erste Diagnostik und Entwicklungsbeobachtung. CBCT (Cone Beam CT) liefert 3D-Daten mit höherem Detail für komplexere Eingriffe, bringt aber eine höhere Strahlendosis und ist kostspieliger. OPG ist daher der Standard-erste-Schritt und CBCT wird nur verwendet, wenn 3D-Daten unbedingt erforderlich sind.